Geschichtlicher Abriss

 

Pünktlich zur Fertigstellung der Romanus-Kirche 1862 sollte auch die von Louis Voit & Sohn erbaute Orgel erklingen. Dieser Wunsch ging aber erst im März 1863 in Erfüllung. Die einmanualige Orgel war mit insgesamt 12 Registern besetzt, 3 davon im Pedal.

Während ihrer -recht langen- Dienstzeit musste die Orgel 1880/81 abgeschlagen werden, weil der Kirchturm komplett wiedererrichtet werden musste. Im Jahr 1917 büßte sie 35 zu Rüstungszwecken abgegebene Prospektpfeifen ein. Wohl aus Kostengründen wurden diese nicht wieder eingebaut, obwohl man dies mehrmals erwogen hatte. 1949 erklang die erste Orgel Mösbachs nach rund 86 Jahren zum letzten Mal.

Die zweite Orgel, 1949 bei Firma X. Mönch & Söhne in Auftrag gegeben, sollte zum Weihnachtsfest des gleichen Jahres erklingen. Auch hier gab es eine Verzögerung, allerdings eine nicht so große wie bei der ersten Orgel. Denn schon am 8. Januar des Folgejahres konnte das neue Instrument, das romantisch dispositioniert war, mit 2 Manualen und 26 Registern eingeweiht werden.

Jedoch stellte sich bald heraus, dass die 1949 beim Bau verwendeten Materialien nicht die besten waren. Wegen der Innenrenovierung der Kirche musste die Orgel 1976 abgebaut werden. Nach Prüfung der Sachlage entschloss man sich, das Instrument nicht wieder aufzubauen. Der nur 26 Jahre in Dienst genommenen Orgel folgte über mehr als fünf Jahre lang eine Elektronik-Orgel als Übergangslösung.

Die neue, bereits dritte Pfeifenorgel konnte am 20. Dezember 1981 eingeweiht werden. Mit ihren 38 klingenden Stimmen und drei Manualen tritt sie eine würdige Nachfolge am Standort ihrer Vorgängerinnen an, von wo aus sie den Raum mit ihren Klängen förmlich umgreifen kann.

 

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